Was besonderes…

… war für den 60. Geburtstag meiner Mutter gefragt. Ich hatte ihr schon lang auch eine Quiltdecke versprochen und zu diesem runden Geburtstag wollte ich ihr diesen Wunsch nun endlich erfüllen.

Blieb nur die Frage, wie soll die aussehen? Ein klassisches Muster, was ganz wildes, bildlich oder eher abstrakt? Lange hab ich gegrübelt, Ideen gefunden und wieder verworfen. Irgendwann reifte die Idee, es muss was mit Orchideen sein, da meine Mama ein großer Orchideen-Fan ist. Aber wie umsetzen, woher die Muster nehmen? Ich wollte gern was gesticktes und was in „paper piecing“-Technik und nach einiger Sucherei im Netz bin ich dann auch fündig geworden. Die gestickten Blüten kommen von emblibrary und die „paper piecing“-Muster von equiltpatterns.

Soweit so gut, aber wie bekomme ich die verschiedenen Blüten zusammen, sprich wie soll die Decke im ganze  aussehen. Ich wollte, dass die Blüten schön zur Geltung kommen und habe das folgende Grunddesign gestaltet:Decke_Christine_Detail13Gesagt, getan, Stoffe bestellt, Muster ausgedruckt und los ging’s.

Nun seid ihr sicher neugierig, wie die Decke aussieht, oder? Aber nicht so schnell, ich hab immerhin schon im Februar angefangen und war erst Ende Mai fertig, hat also auch bei mir etwas gedauert, deshalb spann ich euch noch ein bisschen auf die Folter. 🙂

Hier seht ihr erstmal ein paar Bilder von der Entstehung der gestickten Blüten. Um eine schöne Auswahl von Farben zum Sticken zu haben nenne ich nun diesen wundervollen Koffer mein eigen. Sind die Farben nicht toll?Decke_Christine_Detail12Und hier mein Maschinchen beim Sticken:Decke_Christine_Detail11Nicht mehr im Stickrahmen sieht die Orchidee dann so aus:Decke_Christine_Detail10Noch ein bisschen knitterig, aber das wird noch. Ich habe übrigens ein auswaschbares Stickvlies von Madeira benutzt. Für das Stickmotiv wäre zwar sicher ein festeres Vlies, welches im Stickgut bleibt, geeigneter und leichter zu verarbeiten gewesen, aber dann wäre das ganze so fest und unflexibel geworden, dass es mir für eine Kuscheldecke nicht mehr gefallen hätte.

Jetzt hab ich euch aber lang genug zappeln lassen, hier also nun das gute Stück in ganzer Schönheit!Decke_Christine_vornUnd damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt hier noch ein paar Detailaufnahmen. (klickt sie an, dann werden sie groß)

Und auch noch ein Bild vom Rand aus der Nähe.Decke_Christine_Detail9Gequiltet habe ich diesmal wieder im Nahtschatten um die einzelnen Blöcke und Einfassungen. An den Blüten habe ich mich das erste mal im Freihandquilten versucht, um diese durch eine zusätzliche Umrandung ausserhalb vom Nahtschatten noch schöner freizustellen. Hat viel besser funktioniert als gedacht. 🙂

Der Vollständigkeit halber zeige ich euch gern auch noch die Rückseite, wenn sie bei dieser Decke aber auch eher umspektakulär ist, einfach ein weiches Bouclé-Fleece. Da sieht man das Quilting auch noch mal schön.Decke_Christine_hintenUnd natürlich hat der Quilt auch wieder einen Namen.Decke_Christine_Detail2

Von den ersten Überlegungen bis zum letzten Stich beim annähen des Namensschildes habe ich ca. 250 Stunden an dieser Decke gearbeitet, bisher mein absoluter Spitzenreiter. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht und nun, da er fertig und verschenkt ist, fehlt er mir ein bisschen. Werd mir wohl eine neue Herausforderung suchen müssen. 😉

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