Alpenglück

Für ein paar Tage hat es uns ins schöne Piemont verschlagen. Um genauer zu sein in den schönen Ort Cuneo am Rande der Cottischen Alpen.

Gestern sind wir dann zu einer kleinen Tour aufgebrochen, unser Ziel war das Stura Tal, von dem aus wir über eine alte Kammstraße ins Maira Tal fahren wollten. Um es vorweg zu nehmen, die Überquerung der Kammstraße ist uns leider nicht geglückt, da auch hier noch zu viel Schnee auf den Bergen liegt. Aber die Fahrt bis kurz vor den Colle Valcavera war trotzdem ein unglaubliches Erlebnis.

Vorbei an der Stura, die ganz ordentlich Wasser führt, ging es also los.

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Über ein kleines Bergsträßchen geht es vom beschaulichen Örtchen Demonte stetig bergauf. Die Straße ist ganz gut in Schuss, dafür aber recht schmal und teilweise ziemlich nah am Abgrund. Da kommt es schon zu spannenden Ausweichmanövern, wenn einem doch mal jemand entgegenkommt, was zum Glück recht selten geschieht. Entschädigt wird man jedoch mit malerischen Anblicken und fast gänzlicher Abgeschiedenheit.

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Die Landschaft ändert sich hier ständig. Von dichten Mischwäldern kommt man über satt grüne Bergwiesen bis hinauf über die Baumgrenze und noch ein Stück weiter oben weicht auch dieses Grün beeindruckenden Steinformationen.

Wir hatten Glück und haben die Wiesen in voller Blüte erwischt. Dieses zarte weiße Blümchen kenne ich leider nicht, fand es aber unglaublich schön…

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… und über diesen blauen Vertreter hab ich mich ganz besonders gefreut. Das erste mal, dass ich Enzian in freier Natur gefunden habe.

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Und auch ein paar Murmeltiere haben wir gesehen, allerdings waren die recht scheu und sind immer geflüchtet. 🙂 Eines hab ich dann aber doch noch mit der Kamera erwischt.

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Und auch für ein kleines Picknick haben wir ein wunderbares Plätzchen gefunden.

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Traumhaft die Kulisse, oder?

An diesem Punkt haben wir auch eine Gruppe Motorradfahrer getroffen, die uns schon sagte, viel weiter geht’s nicht mehr, danach hat der Winter die Straße noch fest im Griff. Aber die Straße war einfach zu verlockend. Oder hättet ihr diesem Anblick widerstehen können?

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Wir konnten jedenfalls nicht anders, sind weiter gefahren und auch noch ein ganzen Stück höher gekommen.

Aber dann hieß es auch für uns umdrehen. Der Platz war etwas knapp bemessen, auf der einen Seite Berg und Schnee, auf der anderen mal wieder Abhang. Aber das konnte uns da schon nicht mehr schrecken. Also großes Auto auf kleiner Briefmarke gewendet. Wohl dem, der einen Einweiser und Bodenfreiheit hat. 😉

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Belohnt für die Auffahrt, einige Schweißperlen und schwitzige Hände wurden wir aber über alle Maßen. Das Panorama, dass sich von dieser Stelle bot war einfach unbeschreiblich schön.

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Die Abfahrt gestaltete sich dann einfach und unkompliziert und Stellen, die uns beim hochfahren noch unglaublich eng erschienen, waren auf einmal gefühlt viel breiter, geradezu luftig.

Ich hätte nicht gedacht, dass es in Europa wirklich noch Stellen gibt, an denen man so allein und ungestört mit der Natur sein kann. Es war sicher nicht unser letzter Ausflug ins Vallone del‘ Arma und das nächste mal ist die Kammstraße bestimmt schneefrei! 🙂

Und mal sehen, wohin es uns die nächsten Tage hier noch verschlägt.

 

 

 

 

 

 

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