Wenn der 3D-Drucker…

… Teile für sich selber druckt, dann ist das schon ein bisschen merkwürdig, finde ich. Aber irgendwie ja auch ziemlich cool.

Ich hatte euch hier ja erzählt, dass ich mit dem 3D-Druck für meinen Hexapod nicht so schnell beginnen konnte wie gewollt, weil die Spulen vom neuen Filament nicht in den Dremel und auf die interne Spulenhalterung passen. Zum Glück geht es aber nicht nur mir so und ein findiger Erfinder (hihi, lustiges Wortspiel) hat dafür schon mal eine passende Konstruktion gemacht und bei thingivers.com zur Nutzung bereit gestellt. Und so sieht das nun an unserem Drucker aus.Bleibt die nächste Frage: „Wie bekomm ich das Filament von aussen zum Druckkopf?“ Anbohren will ich das Gehäuse nicht. Aber auch dafür gibt zum Glück schon eine fertige Lösung und ausgedruckt und um ein paar Zentimeter Teflonschlauch ergänzt, läuft das Filament jetzt sauber dahin, wo es soll.Praktisch ist, dass die Zuführung für das Filament gleichzeitig den Decke etwas anhebt. So läuft das Filament ungestört drunter durch, der Deckel passt aber immer noch drauf. So ganz offen wollte ich den Drucker dann nämlich auch nicht laufen habe, dass bringt nur den Wärmehaushalt im Gerät durcheinander.Auf dem nächsten Bild seht ihr nochmal alle Teile, die ich für die Anpassung gebraucht habe. Praktisch ist auch, dass die Spindel für die Spule einfach abgenommen werden kann, genau wie die Deckelerhöhung und Filamentführung. Wenn ich wieder das original Filament benutze und zum Aufbewahren des Druckers steht also nix über und könnte wohl möglich abbrechen.

So und nun wollt ihr zurecht auch das Ergebnis des ganzen Aufwandes sehen und fragt euch: „Hat sie denn nun schon mal was mit dem PETG gedruckt?“ Ja auch da geht es Babyschritte voran. Einfach mal so los drucken ist leider nicht, weil jedes Material seine eigenen Druckparameter (Temperatur, Geschwindigkeit, usw.) braucht und die auch noch Drucker-abhängig sind. Die gilt es nun also erst mal raus zu finden.

Aber da ich genau so neugierig bin wie ihr, hab ich es natürlich schon probiert. Das erste Ergebnis zeig ich euch lieber nicht, ich sag nur Kraut und Rüben. Danach wollte erstmal gar nichts mehr klappen, aber heute bin ich einen großen Schritt weiter gekommen, auch im Verständnis der Parameter unseres Druckers. Tada, mein erster erfolgreicher Druck mit PETG.Süß das kleine Schiffchen, oder? Sogar mit Steuerrad und Fenstern. Nun sagt ihr vielleicht: „Warum denn nun ein Schiff?“ Das ist durch seinen Aufbau die perfekte Teststruktur, es gibt Überhänge, verschiedene Oberflächen und Geometrien und z.B. die Löcher in der Bordwand. Und genau daran kann man erkennen, ob die Parameter passen oder wo eben noch nicht. Falls ihr es auch mal drucken wollt, die Datei dazu gibts hier.

Ich hab zum Beispiel noch nicht mit der höchsten Auflösung des Druckers gearbeitet, deshalb sieht man an der Bordwand noch die einzelnen Lagen so sehr. Aber das macht mir hier nichts. Ich wollte vor allem testen, ob frei stehende Überhänge, wie an den Fenstern und Türen, sauber ohne zusätzlich Stützen gedruckt werden und das hat super funktioniert. Ein paar kleine Korrekturen noch und dann kann’s mit Hexi endlich richtig los gehen. Wird ja auch langsam Zeit.

Eines frag ich mich aber jetzt noch: „Schwimmt das kleine Ding eigentlich auch?“ Das werde ich aber jetzt ohne euch ausprobieren. 😉

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